Die Drei 07/ 2007

 

Editorial

 

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

das Leben besteht aus Veränderungen und Wandlungen, und davon bleibt auch das einer Redaktion nicht verschont. In ihr arbeiten Menschen, die sich verändern und wandeln. Und so hat sich nun Ralf Sonnenberg zu einer beruflichen Neuorientierung entschlossen – mit der Folge, dass er die Redaktion zum 31. August verlässt. Das bedauere ich natürlich sehr, denn in den fast sieben Jahren der Zusammenarbeit – beginnend mit dem Umzug der Redaktion von Stuttgart nach Frankfurt im Januar 2001, den wir gemeinsam bewältigt haben – ist ein kollegiales wie freundschaftliches Verhältnis entstanden, das die Arbeit entscheidend geprägt und getragen hat.

Wir haben uns gemeinsam in die Herstellungstechniken eingearbeitet (ich selbst war ja auch erst wenige Monate dabei) und haben gemeinsam – zunächst zusammen mit Ruth Ewertowski, ab Anfang 2005 dann mit Angelika Sandtmann – versucht, der Zeitschrift ein neues Gesicht zu geben. Dabei kamen von Ralf Sonnenberg, der mit einer halben Stelle dabei war, wichtige Gestaltungsimpulse, die in den Themen-Doppelheften über Europa (8-9/2004) und die USA (8-9/2006) ebenso ihren Niederschlag gefunden haben wie in der Serie über »Geist, Gehirn und Bewusstsein« (12/2004 bis 3/2006). Dazu kommen verschiedene eigene Beiträge, sei es über »Zionismus, Dreigliederungsimpuls und die Zukunft des Judentums« (1/2001) oder über Jiddu Krishnamurti als »Philosoph der Freiheit« (6/2006), zahlreiche Rezensionen und einige kritische Einwürfe. Nicht zuletzt hat er in den letzten Jahren den »Brennpunkt« eines jeden Heftes betreut. – Wir wünschen ihm nun für seine neuen Wege alles Gute! Als Autor wird er uns sicherlich erhalten bleiben.

Scheiden tut weh. Doch zugleich freuen wir uns auf eine neue Zusammenarbeit: Zum 1. September wird Lydia Fechner aus Heidelberg in die Redaktion eintreten, ebenfalls mit einer halben Stelle. Lydia Fechner, Jahrgang 1970, hat über »Die Bedeutung des Briefes in Hölderlins Denken und Werk« an der englischen Universität Sheffield promoviert und war acht Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich von Hardenberg Institut in Heidelberg tätig, dort insbesondere für die Forschungsstelle zum Werk Rudolf Steiners. Wir werden sie im Oktober näher vorstellen.

Nun verabschieden wir uns in die Sommerpause. Das diesjährige Doppelheft erscheint Anfang September: »›Stellt euch nicht dem Bösen entgegen‹ – Überleben in der Apokalypse«. Den Anstoß zur Beschäftigung mit diesem Thema hat übrigens Ralf Sonnenberg gegeben.

 

Ihr Stephan Stockmar