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Liebe Leserin, lieber
Leser,
das Leben besteht aus
Veränderungen und Wandlungen, und davon bleibt auch das einer Redaktion
nicht verschont. In ihr arbeiten Menschen, die sich verändern und
wandeln. Und so hat sich nun Ralf Sonnenberg zu
einer beruflichen Neuorientierung entschlossen – mit der Folge, dass er
die Redaktion zum 31. August verlässt. Das bedauere ich natürlich sehr,
denn in den fast sieben Jahren der Zusammenarbeit – beginnend mit dem
Umzug der Redaktion von Stuttgart nach Frankfurt im Januar 2001, den wir
gemeinsam bewältigt haben – ist ein kollegiales wie freundschaftliches
Verhältnis entstanden, das die Arbeit entscheidend geprägt und getragen
hat.
Wir haben uns
gemeinsam in die Herstellungstechniken eingearbeitet (ich selbst war ja
auch erst wenige Monate dabei) und haben gemeinsam – zunächst zusammen
mit Ruth Ewertowski, ab Anfang 2005 dann mit Angelika
Sandtmann – versucht, der Zeitschrift ein neues Gesicht zu geben.
Dabei kamen von Ralf Sonnenberg, der mit einer halben Stelle dabei war,
wichtige Gestaltungsimpulse, die in den Themen-Doppelheften über Europa
(8-9/2004) und die USA (8-9/2006) ebenso ihren Niederschlag gefunden
haben wie in der Serie über »Geist, Gehirn und Bewusstsein« (12/2004 bis
3/2006). Dazu kommen verschiedene eigene Beiträge, sei es über
»Zionismus, Dreigliederungsimpuls und die Zukunft des Judentums«
(1/2001) oder über Jiddu Krishnamurti als »Philosoph der Freiheit«
(6/2006), zahlreiche Rezensionen und einige kritische Einwürfe. Nicht
zuletzt hat er in den letzten Jahren den »Brennpunkt« eines jeden Heftes
betreut. – Wir wünschen ihm nun für seine neuen Wege alles Gute! Als
Autor wird er uns sicherlich erhalten bleiben.
Scheiden tut weh.
Doch zugleich freuen wir uns auf eine neue Zusammenarbeit: Zum 1.
September wird Lydia Fechner aus Heidelberg in die
Redaktion eintreten, ebenfalls mit einer halben Stelle. Lydia Fechner,
Jahrgang 1970, hat über »Die Bedeutung des Briefes in Hölderlins Denken
und Werk« an der englischen Universität Sheffield promoviert und war
acht Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich von
Hardenberg Institut in Heidelberg tätig, dort insbesondere für die
Forschungsstelle zum Werk Rudolf Steiners. Wir werden sie im Oktober
näher vorstellen.
Nun verabschieden wir
uns in die Sommerpause. Das diesjährige Doppelheft erscheint Anfang
September: »›Stellt euch nicht dem Bösen entgegen‹ – Überleben in der
Apokalypse«. Den Anstoß zur Beschäftigung mit diesem Thema hat übrigens
Ralf Sonnenberg gegeben.
Ihr Stephan Stockmar
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