Die Drei 6/2008

 

Inhaltsverzeichnis

 
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Editorial

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Brennpunkt

Das neue Zeitalter der Energiepolitik
Gerd Weidenhausen

 

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Goethe als Philosoph
Eckart Förster

Der Tod Gottes
Zu Gérard de Nerval: Christus am Ölberg
Manfred Krüger

Vom »Bluten und Fluten des Herzens« oder das Zittern der Stimme im Alltag
Schwellenmotive in Peter Handkes Roman »Die morawische Nacht«
Reinhard Bode

Heimat
Lia Abuladse

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Serie Entwicklung

Individuelle menschliche Entwicklung zur Freiheit als Urbild aller Entwicklung
Teil II: Wesens- oder Bewusstseinsentwicklung des sich befreienden Menschen
Renatus Ziegler

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Feuilleton

Licht und Finsternis
Symptomatisches zur gegenwärtigen Lage der akademischen Esoterik-Forschung anlässlich des Buches »Das Okkulte« von Sabine Doering-Manteuffel
Johannes Kiersch

Kein Quellenwunder
»Warum Warum« von Peter Brook
Ute Hallaschka

Die Magie der Dinge
Stilllebenmalerei im Wandel der Zeit
Stephan Stockmar

Audiopädie
Oder: die Kunst Hörender und hörender zu werden
Maike Meyer-Oldenburg

 

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Buchbesprechungen

Stefan Brotbeck: Das entzauberte Hirngespinst. Über neuro-wissenschaftliche Suggestionen und Konfusionen (Christian Graf) • J. W. Goethe: Zur Farbenlehre und Optik nach 1810 und zur Tonlehre (Renatus Ziegler) • Bruno Heimberg, Susanne Willisch (Hg.): Joseph Beuys. Das Ende des 20. Jahrhunderts, The End of the 20th Century (Alexander Schaumann) • J. Ritter / K. Gründer / g. Gabriel (Hg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie (Lydia Fechner) • Ernst-Michael Kranich: Urpflanze und Pflanzenreich. Metamorphosen von den Flechten bis zu den Blütenpflanzen (Stephan Stockmar) • Ramon Lull: Felix, oder das Buch der Wunder (Bruno Sandkühler) • Markus Schrauth: Talgrund der Wünsche (Ute Hallaschka) • Stefan Monhardt: Augenblicksgötter (Reinhart Moritzen) • Wolfgang-M. Auer: Sinnes-Welten (Marita Rosslenbroich)

 

 

 

 

 

 

 

Um was geht es im Grunde beim Dichten? Um das Heiligste, den Geist, in das Wort zu bringen. Dies gelingt aber nur, wenn es mit eigenem Geist erfüllt wird, wenn es gelingt, das Eigengeistige mit dem Geistigen der Welt, der Sprache zu verbinden. Dann sind die schon angesprochenen Gefühle echt, wahr, dann wird es Poesie. Poesie trifft nicht ins Schwarze, sie trifft ins Helle, ins Licht des Geistes.
Reinhard Bode

 

 

 

 
 

Nerval vergleicht das Ölbergerlebnis Christi mit der Situation des Dichters: Auch der wahre Dichter, der Seher-Dichter, ist einsam und verlassen in der Welt, weil er mehr sieht und mehr sehen will als nur die Oberfläche der Dinge, mit der sich seine Mitmenschen zufrieden geben.
Manfred Krüger

 
   

Man bewahrt sein Haus, seine Heimat in der Seele. Man weiß, dass es unmöglich ist, in die alte Welt zurückzukommen, und diese Kenntnisse machen einen traurig, aber wir können die Zeit nicht aufhalten, und wir können auch nicht alle Räume, in denen wir in unserem Leben gewohnt haben, physisch erhalten ... Nur in unserer Seele sind sie bewahrt. Unsere Seele ist unser Haus, unser Heim, unsere Heimat.
Lia Abuladse

 

       

Es bedarf eines aktiven Sich-Selbst-Vergessens, um die gesammelte Aufmerksamkeit der Rede eines Anderen zu schenken. Wer in dieser Weise das Hinhören übt, wird Teil eines Prozesses, verschmilzt mit dem Gehörten, vergisst sich selbst: - versteht
M. Meyer-Oldenburg,

 

Titelbild:
Johann Wolfgang Goethe - Kreidezeichnung von Johann Heinrich Lips, Weimar 1791. Im Hintergrund Tafel III des didaktischen Teils der Farbenlehre, zur Beobachtung durch das Prisma.