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Anthroposophie
aus skeptizistischer Sicht
Zu Helmut
Zanders Darstellung ihrer Entstehung*
Günter Röschert
Helmut Zanders Buch Anthroposophie in
Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884 -
1945 ist im Juni 2007 von einem angesehenen deutschen Wissenschaftsverlag in
kleiner Auflage und in zwei Bänden von 957 und 927 Seiten herausgebracht worden.
Umfang und Preis dürften der Verbreitung des Werks nicht förderlich sein. Über
seine Aufnahme in der akademischen Fachwelt ist noch nichts bekannt. Unter
Schülern und Nachfolgern Rudolf Steiners hat es verschiedentlich ein Erstaunen,
aber auch Empörung ausgelöst. Gewiss unbeabsichtigt erweist Helmut Zander der
Anthroposophischen Gesellschaft einen Dienst, denn eine derart umfangreiche
Untersuchung ihrer Ursprünge wäre von der Gesellschaft kaum zu finanzieren
gewesen, und auch Zander und der Verlag hatten Mühe, die Kosten über ein
Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und mit
Unterstützung der Fritz-Thyssen-Stiftung zu decken. Über seine
Forschungsanliegen informiert Zander an verschiedenen Stellen des ersten Bandes.
Für eine kritische Betrachtung ergeben sich fünf Schwerpunkte, die nachfolgend
besprochen werden sollen:
-
»Kontextualisierung« von Steiners Werk
durch die zeitgenössische, insbesondere die theosophische Literatur,
-
Theosophie und Historismus,
-
Geisterkenntnis und historisch-kritische
Forschung,
-
Kontinuität oder Diskontinuität in
Steiners Werdegang,
-
Rudolf Steiners Christus-Auffassung.1
Im Hinblick auf Titel und Untertitel von
Zanders Buch ist zu beachten, dass der Autor die Anthroposophie als eine
Spielart der (Adyar-)
Theosophie zu erkennen glaubt; in Kurzform spricht er stets von »Steiners
Theosophie» (u.a. 6, 27, 433, 543, 942). Mittelbar ist damit die Frage nach der
Originalität Rudolf Steiners und nach der Eigenständigkeit seines Werks
gestellt. Zander glaubt, seine »Revision« der Anthroposophie sei so tiefgreifend,
dass »für viele Anthroposophen eine Welt zusammenbricht«. Steiner sei eben »ein
in die Wolle gefärbter Theosoph« gewesen (1687). Zweifellos ermöglicht das von
Zander beigebrachte umfangreiche Material stellenweise ein tieferes Verständnis
von Rudolf Steiners Frühwerk und seiner Arbeiten gleich nach der Begegnung mit
der Theosophischen Gesellschaft 1900/1901; es wirft auch grundsätzliche Fragen
nach dem Wahrheitsanspruch der geisteswissenschaftlichen Forschung auf. Das Buch
führt damit zu kritischen Rückfragen und Einwänden, andererseits kann es Anlass
werden zu selbstkritischen Erwägungen über den anthroposophischen Umgang mit
Steiners Werk. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit ist der Kritik gewidmet,
der zweite - selbstkritische - Teil folgt in Kürze.
Rudolf Steiner und die
Theosophie
In seinem Lebensrückblick von 1924/25
berichtet Steiner von seiner Situation in Berlin in den Jahren kurz vor 1900. Er
empfand sich in einem Gegensatz zu maßgebenden Wissenschaftsüberzeugungen seiner
Zeit und fragte sich: »Muss man verstummen?«2 Als Steiner im
September 1900 in einer Berliner Gruppe der Theosophischen Gesellschaft
vortragen konnte, bemerkte er, »dass innerhalb der Zuhörerschaft
Persönlichkeiten mit großem Interesse für die Geistwelt waren«.3
So begann Steiners Zusammenarbeit mit der Theosophischen Gesellschaft (Adyar),
die ihn bald darauf als Generalsekretär einer neuzugründenden deutschen Sektion
zu sehen wünschte. Die von der Theosophischen Gesellschaft ausgehende Literatur
war Steiner zu dieser Zeit »sehr wenig bekannt«. Bis hierher ist der Rückblick
Steiners unbestritten und auch Helmut Zander weiß nichts anderes. Der neue
Generalsekretär hatte sich nun möglichst rasch in die theosophische Literatur
einzuarbeiten und bei eigenen Veröffentlichungen den theosophischen
Wissensbestand angemessen zu berücksichtigen. Welche Erwartungen an Steiner in
dieser Zeit mündlich herangetragen wurden, welche Erfahrungen er bei seinen
Vortragsreisen machte und welche Ansicht er sich bildete von der
Aufnahmebereitschaft und -fähigkeit der Mitglieder, ist kaum überliefert.4 Eine
aufschlussreiche Brief stelle, die auch Zander zitiert, spricht vom notwendigen
Studium von H.P. Bla-vatskys großem Werk Secret Doctrine. Zander entnimmt einer
Durchsicht der zwischen 1904 und 1910 veröffentlichen Bücher, Steiner habe sich
plagiatisierend die theosophischen Lehren angeeignet und sie als eigene
Erkenntnisse ausgegeben. Über die Entstehung der zuerst herausgebrachten Werke
Theosophie und Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? gibt zunächst
Steiners Lebensrückblick Auskunft; solange nicht das Gegenteil der darin
enthaltenen Angaben bewiesen ist, muss diesen Angaben jedenfalls eine
Richtigkeit des ersten Anscheins zugebilligt werden. Für die nähere Beurteilung
kommen dann Gesichtspunkte in Betracht, die Zander nicht in Erwägung zieht:
Steiners Bücher waren in erster Linie für die wachsende theosophische
Mitgliedschaft bestimmt. Soweit der Autor Aussagen aus der vorliegenden
theosophischen Literatur übernommen hat, ist davon auszugehen, dass er diese
Aussagen für wahr, hinsichtlich des Erkenntnisweges für geeignet gehalten hat.
Die theosophische Terminologie hatte er aus Verständigungsgründen vorläufig
beizubehalten. Die Diktion Steiners gehorchte von Anfang an anderen -
philosophischen - Regeln als etwa Blavatskys Bücher. In einem Vortrag, den
Steiner bei Gelegenheit des Theosophischen Kongresses 1909 in Budapest hielt5,
erwähnte er ein Gesetz der spirituellen Brüderlichkeit, welches den
Geistesforscher verpflichtet, an Vorgänger anzuknüpfen. Einmal erforschte
Vorgänge der geistigen Welt lassen sich ohne Anknüpfung nicht ein zweites Mal
erforschen. Diese Vortragsstelle - die Zander nicht erwähnt - ist geeignet, das
Problem der Übernahme theosophischer Lehren in ein ganz neues Licht zu rücken.
Viele der wichtigsten anthropologischen, kosmologischen oder den Erkenntnisweg
betreffenden Begriffe sind metaphorischer oder gleichnishafter Art.
Selbstverständlich geben längst nicht alle Aussagen Steiners Ergebnisse eigener
Geistesforschung wieder; gerade die Tausende von Vorträgen beruhen in breitem
Umfange auch auf Übernahmen aus der esoterischen Tradition, der allgemeinen
Literatur und auf dem vernunftgemäßen Denken.
Zander glaubt Steiner mangelnde Originalität vorwerfen zu können und eine
durchgehende Abhängigkeit von theosophischen Quellen. Zu diesen Überzeugungen
konnte er gelangen, weil seine Aufmerksamkeit nicht auf die originalen Beiträge
Steiners gerichtet war. So entging ihm - als Beispiel - die zentrale Bedeutung
des Begriffes der Bewusstseinsseele für die geisteswissenschaftliche
Anthropologie. Dieser im Buch Theosophie erstmals eingeführte Begriff hat
keinerlei theosophisches Gegenstück.6 Die Suche nach Quellen
und Abhängigkeiten (Kontextualisierung) ist Teil der historisch-kritischen
Erforschung von Texten, die aber rasch in unwegsames Gelände führt, denn jede
»Quelle» ist ihrerseits Text, der wieder aus Quellen stammen soll. Wie Zander
selbst einräumt, sind die Quellen der Blavatsky-Schriften in wichtigen Teilen
nicht auffindbar (99). Zander findet die Hermetic Brotherhood of Luxor des 19.
Jahrhunderts, die bereits einige theosophische Gepflogenheiten aufgewiesen haben
soll (89, 668 Anm. 465). Hier zeigt sich deutlich die Unergiebigkeit des ganzen
Ansatzes. Zanders Analyse von Schriften Steiners sind weithin von ähnlicher
Belanglosigkeit, da die Analyse nicht immanent-kritisch auf die Semantik und die
strukturellen Besonderheiten dieser Schriften abzielt. Die von Zander überall
behaupteten Abhängigkeiten beruhen außerdem oftmals auf Vermutungen. In
salvatorischer Absicht formuliert Zander immerhin: »Welche eigenen >Erlebnisse<
darin (in den angeblich übernommen Aussagen G.R.) aufgegangen sein könnten, ist
wohl nicht mehr zu klären« (572). Die Wesensgliederlehre des Buches Theosophie
(GA 9) von 1904 (570 ff.) befindet sich - entgegen einer Behauptung Zanders - in
völliger Übereinstimmung mit dem trichotomischen Bild vom Menschen und darüber
hinaus in dialektischem Einklang mit der Idee der einheitlichen Menschennatur.7
Das versteht Zander nicht, es entgeht ihm, dass die Wesensgliederlehre
prozessualer Natur ist. Zander nimmt manche Begriffe - etwa die »Regionen« der
seelischen und geistigen Welt - dinglich und gelangt damit zu
Substantialisierungen, die ihn nur auf Abwege führen können.8
Die in dem Buche erwähnten schaffenden Urbilder der geistigen Welt ordnet Zander
einer »Dämonologie« Steiners zu (575). Er nimmt Anstoß an den wiederholten
Überarbeitungen durch den Autor,9 die sich aber unschwer aus
dem Fortgang der Geistesforschung (von Zander apostrophiert) erklären lassen.
Auch die 1904 in Buchform veröffentlichte Aufsatzsammlung Wie erlangt man
Erkenntnisse der höheren Welten (GA 10) ebenfalls von 1904 (581 ff.) hält Zander
für ein abhängiges Werk. Er ist aber nicht in der Lage, außer Hinweisen auf
freimaurerische Traditionen (bei den drei »Proben«) und auf den achtgliederigen
Pfad Buddhas weitere Quellen plausibel zu machen (588 ff., 607). Die Gestalt des
»Hüters der Schwelle« soll Steiner Bulwer-Lyttons Roman Zanoni entnommen haben.
Die von Steiner genannten Bedingungen der Schulung, wurden, auf den westlichen
Menschen abgestimmt, bis in das Jahr 1924 ständig erweitert. Ihre Anwendung
konnten die Schüler nach individuellem Bedarf und Entschluss aufgreifen. Es ist
völlig abwegig, Steiners Hinweis auf die Bedeutung der Devotion als
Seelenstimmung quer zum Text als ein Gebot zur Stärkung von Steiners
persönlicher Autorität hinzustellen (610 f.). Die Schulungsanweisungen, die
Zander als »psychoinvasiv« bezeichnet, sind nicht freiheitsbeschränkend. An
anderer Stelle hat Steiner gerade den Entschluss zur Meditation als eine der
wenigen wirklich freien Handlungen des Menschen bezeichnet.
Auch die Behandlung des Buches Die Geheimwissenschaft im Umriss (GA 13) von 1910
(649 ff.) durch Zander ist von Unverständnis und sachlichen Fehlern geprägt. Das
Buch ist eine Philosophie des Ich und enthält im menschenkundlichen
(anthropologischen) Teil eine individuelle, im kosmologischen Teile eine
allgemeine (menschheitliche) Eschatologie. Es ist sprachlich anspruchsvoll und
erfordert eine Erarbeitung Satz für Satz. Die von Zander auch hier angewandte
Methode der Kontextualisie-rung, d.h. der Suche nach Abhängigkeiten, verfehlt
diese Dimension des Buches.
Historismus und ewige Wahrheit
Historismus ist die geschichtsphilosophische Anschauung, dass
alles Seiende, auch das geistige, nicht ohne seine Gewordenheit zu begreifen
ist. Durch den Historismus entsteht notwendig eine Relativierung und
gleichzeitig Pluralisierung geschichtlicher Deutungen, d.h. der Wahrheit und
letztlich auch des Guten. Der gesetzeskritische Historismus bildete im 19. und
20. Jahrhundert eine starke Tendenz zur Individualisierung der Ereignisse und
des Geschichtsverständnisses aus. Ohne selbst eine Erklärung (Definition) des
Historismus zu bieten, bezeichnet es Zander als ein »Herzstück« seiner Arbeit,
Steiner als Gegner des Historismus nachzuweisen, und zwar durch dessen
Behauptung der Verfügbarkeit transhistorischer, geistiger (also ewiger)
Erkenntnisse aus der »Akasha-Chronik« (686, 727 ff., 741, 749). Zander will
glauben machen, es gäbe ein Theorem Steiners über die Existenz
subjektunabhängiger, kulturinvarianter objektiver Erkenntnisse (749). Die
wichtigsten Vertreter des Historismus haben das Besondere der geschichtlichen
Phänomene, deren »Individualität«, nicht als in einem Widerspruch stehend zu
übergreifenden geschichtlichen Strukturen betrachtet. Friedrich Meinicke sprach
in diesem Zusammenhang von einer vertikalen und einer horizontalen Auffassung
der Geschichte.10 Einer der bekanntesten Leitsätze des
Historismus ist das Wort Leopold von Rankes: »Jede Epoche ist unmittelbar zu
Gott, und ihr Wert beruht gar nicht auf dem, was aus ihr hervorgeht, sondern in
ihrer Existenz selbst.« Der von Droysen, Ranke, Jacob Burckhardt, Dilthey,
Meinicke und anderen vertretene Historismus ist dem Programm der Geisterkenntnis
keineswegs unvereinbar entgegengesetzt, wie Zander meint. Steiners Werk ist
Geistesforschung, nicht Verkündigung abgeschlossener Wahrheiten. Schon Steiners
1891 in seiner Dissertationsschrift geäußerte Auffassung von der Wahrheit als
Freiheitstat,11 gleichbedeutend mit der fortschreitenden
Individualisierung des Geistes, erweist die anthroposophische
Geisteswissenschaft als notwendig zukunftsoffen. Da sich nach Ranke jede Epoche
nicht als Zufallsgebilde, sondern sub specie aeterni versteht, wirken die ewigen
(allgemeinen) Wahrheiten auch in die Besonderheiten der Einzelphänomene hinein.
Dies gilt auch für die Mitte der Welt- und Menschheitsentwicklung, das Mysterium
von Golgatha. Dessen geschichtliche Offenbarung und sein Weiterwirken in der
christlichen Geschichte sind Teile des Inkarnationsvorganges, der noch nicht an
sein Ende gelangt ist. In einem Vortrag vom 14. Oktober 1911, gehalten in
Karlsruhe12 führt Steiner Folgendes aus: »Es musste so lange
gewartet werden, bis der Zusammenschluss des Subjektiven mit dem Objektiven
gefunden werden konnte, wozu eben viele Vorträge vorangehen mussten. So kann
manches auch heute nur als die halbe Wahrheit angedeutet werden. Wer Geduld hat,
mit uns zu gehen, sei es in dieser oder einer anderen Inkarnation, je nach
seinem Karma, wer gesehen hat, wie aufgestiegen werden konnte von der
Beschreibung des mystischen Weges im christlichen Sinne bis zur Beschreibung der
objektiven Tatsache dessen, was eigentlich der Sinn dieser christlichen
Einweihung ist, der wird auch sehen, dass noch viel höhere Wahrheiten aus der
Geisteswissenschaft heraus im Verlaufe der nächsten Jahre oder des nächsten
Weltalters werden zutage gefördert werden.« Im Laufe der Menschheitsgeschichte
werden sich also bei Eintritt günstiger Bedingungen immer weitere Geheimnisse
der Menschwerdung und der leiblichen Auferstehung Christi erschließen.
Der Weg des Logos zur Menschheit erfordert sein Eintauchen in die Welt der
Kontingenz, in die Variablen der Geschichte, in die Deutungsbreite von Sprache
und Schrift, woraus Relativität und Pluralismus entstehen müssen. Wer diese
heilsgeschichtlich notwendigen Einschränkungen der ewigen Wahrheit leugnen
wollte, geriete auf den Weg des
Doketismus. Davon ist
Rudolf Steiner weit entfernt. Allerdings gibt es eine absolute Wahrheit, die in
den inneren Beziehungen der höheren Hierarchien und in der Absolutheit Gottes
gründet. Menschliche, auch genuin geisteswissenschaftliche Erkenntnisse können
demgegenüber immer nur Spiegelungen der höchsten Wahrheit sein.
Geisterkenntnis und
historisch-kritische Forschung
Helmut Zander bezweifelt die Möglichkeit
geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse dem Grunde nach, vermeidet es aber,
Rudolf Steiner als Hochstapler oder Lügner zu bezeichnen. Er apostrophiert
konsequent die Worte »höhere Erkenntnis«, »Offenbarung«, »geistige Welt«,
»übersinnlich«, »geistig« überhaupt, »Geisteswissenschaft«. Auf Hunderten von
Buchseiten beweist er, dass er keinen belastbaren Geistbegriff besitzt, was für
einen katholischen Theologen doch etwas seltsam erscheint. Die »geistige Welt«,
von der Rudolf Steiner spricht, ist - in religiöser Ausdrucksweise - das Reich
Gottes und seiner Engel, in ersterem Falle monistisch (ganzheitlich), im zweiten
Falle dualistisch gedacht. Zander geht anscheinend davon aus, dass Offenbarungen
der geistigen Welt in menschlichen Bewusstseinen zumindest in neuerer Zeit nicht
mehr stattzufinden haben. Alle Kulturkreise der Menschheit leben aber von
solchen Offenbarungen oder von ihren lebendigen Traditionen. Die Menschheit
selbst ist geistiger, nicht nur natürlicher Herkunft. Ob die
Forschungsergebnisse Rudolf Steiners wie auch anderer geistiger Lehrer
anzuerkennen sind, entscheidet sich nicht aufgrund eines dogmatischen
Vorurteils, sondern durch Evidenz und Lebenswirksamkeit solcher Erkenntnisse.
Zander ist mit sich selbst nicht einig, ob er Steiners Forschungsergebnisse als
reine Erfindungen (Assoziationen) betrachten oder wenigstens teilweise
anerkennen möchte. Da er sich mit Steiners Theorie der höheren Erkenntnisarten
nicht näher beschäftigt hat (676 ff.), glaubt er, dass Steiners Mitteilungen auf
»Visionen« beruhen (499). An anderer Stelle unterstellt er erneut und
wiederholt, dass Steiner bloßes Bildungswissen nachträglich als übersinnliche
Erkenntnisse eingestuft habe (549). Bereits ab dem ersten Kapitel seiner
Autobiographie schildert Steiner die Entwicklung der in ihm schicksalsgemäß
veranlagten Geistanschauung. Im XXII. Kapitel berichtet er über seinen Weg zur
Meditation und über deren Intensivierung ab dem 35. Lebensjahr (1896). Darauf
geht Zander, dem diese Fundstellen nicht entgangen sein können, nicht ein. Bis
in seine letzten Lebensjahre kommt Steiner auf seine frühen
Meditationserfahrungen, z.B. an Goethes Märchen oder an Ernst Haeckels
Evolutionslehre zurück. Im Briefwechsel mit Marie von Sivers, die Zander
ungalant als Steiners »Geliebte« bezeichnet, ist wiederholt von
Meditationserfahrungen die Rede. Zander aber sieht »fehlende Indizien» dafür,
dass Steiner überhaupt selber meditiert habe. Die in den Anfangsjahren seines
theoso-phischen Engagements an Schüler gegebenen Meditationstexte seien
»Produkte eines selbsternannten Lehrers ohne praktische Erfahrung« gewesen
(705). Die angeblich fehlenden Indizien liegen aber - wie angeführt - vor,
weshalb diese Unterstellung keine Grundlage besitzt. Zander sieht in Steiners
Vorschlägen für den spirituellen Erkenntnisweg eine disparate Anhäufung von
Übungsanleitungen und Tugendkatalogen unterschiedlicher Herkunft. Er bemerkt
nicht, dass die frühen Meditationsratschläge mit der Zeit zu einer
Erkenntnistheorie der höheren Bewusstseinsarten fortentwickelt und zugleich
durch Hilfen für die auch ohne Beschreiten des Pfades mögliche Lebenseinweihung
ergänzt wurden.13
Es entgeht ihm auch, dass Steiners Schriftstil mit den Jahren mehr und mehr
selbst einen inspirativen Charakter annimmt, wodurch das Studium zur
Eingangsstufe des Erkenntnisweges wird. Die für das Studium der
anthroposophischen Geisteswissenschaft erforderliche bzw. zu erwerbende
Fähigkeit bezeichnet Steiner als »intuitives Denken«.14 Dieses
ist weitgehend gleichbedeutend mit dem Begriff der »intellektuellen Anschauung«,
den Steiner aus dem deutschen Idealismus übernommen hat; es ist der maßgebende
Kontinuitätsfaktor in Steiners geistiger Biographie. Zander erwähnt es nicht.
Mit dieser Lücke ist seinem monumentalen Werk von ihm selbst der Keim des
Misslingens eingepflanzt. Vom intuitiven Denken kann Steiner in der Auflage 1918
seiner »Philosophie der Freiheit« sagen: »Seine in sich geschlossene
Totalexistenz im Universum kann der Mensch nur finden durch intuitives
Denkerleben.« Das intuitive Denken verträgt keine Zensur und keine Selbstzensur,
es ist antiautoritär, worauf Steiner immer wieder aufmerksam gemacht hat. Es
wird eingesetzt zur sachgemäßen Prüfung aller geisteswissenschaftlichen
Aussagen, wiederum nach Steiners wiederholten Aufforderungen und Bitten. Das
seiner selbst bewusste, individuelle reine Denken akzeptiert die Methoden der
modernen Hermeneutik und bedient sich selbst dieser Methoden. Es behält sich
dabei vor, kritische Ergebnisse auf Plausibilität zu prüfen.15
Jedem heutigen Schüler Rudolf Steiners ist natürlich bekannt, dass trotz dieser
methodischen Erfordernisse einer sachgemäßen Steiner-Rezeption
Autoritätsgläubigkeit, Verzicht auf denkerische Prüfung und Ablehnung
historisch-kritischer Philologie nicht überwunden sind. Diese noch unbeseitigten
Fehlentwicklungen sind aber mehrheitlich nicht Steiner anzulasten. Die von ihm
z.B. geäußerten Bedenken gegen die kritische Erforschung der
Offenbarungsschriften sind zeitbedingt und Reaktion auf einzelne Übertreibungen
in der damaligen Fachliteratur.
Kontinuität oder
Diskontinuität in Steiners Werdegang
Die historisch-kritische Erforschung von
Rudolf Steiners Werk hat mit der seit über vierzig Jahren entstehenden, noch
nicht abgeschlossenen Gesamtausgabe im Rudolf-Steiner-Verlag erst begonnen.
Zander beanstandet u.a. zu Recht, dass die zahlreichen Überarbeitungen Steiners
nicht ausreichend dokumentiert sind. Die Erstausgaben der Schriften sind
überwiegend nur in Archiven verfügbar. Dies erschwert die Beantwortung der
Frage, ob es Brüche in Steiners Entwicklung gegeben hat oder nicht.16
Zander stellt auf Grundlage der allgemein zugänglichen Schriften in den
verschiedenen Auflagen und der Briefe fest, dass Steiner manche seiner
Auffassungen mehrfach geändert, aufgegeben, erweitert oder umgestellt hat. Das
Corpus der Vorträge ist durch Lesernotizen, Gedächtniszusammenfassungen oder
Stenogramme verschiedener Qualität dokumentiert. Die Herausgeber haben so gut
wie alle Vortragstexte überarbeitet und in lesbares Schriftdeutsch gebracht. An
eine Veröffentlichung aller vorhandenen Originalwortlaute ist nicht zu denken,
weshalb hier der Textkritik enge Grenzen gesetzt sind. Auch bei den Vorträgen
sind Änderungen bisheriger Aussagen, Unvereinbarkeiten und scheinbare
Widersprüche zu beobachten. In diesem Editionsbereich sind Ort, Zeit und
Zuhörerschaft neben dem Stand der Geistesforschung Steiners in Rechnung zu
stellen. Es ist Vorsicht geboten bei apodiktischen und Universalaussagen
Steiners, da mitunter entgegen dem wahrscheinlichen Wortlaut nur von
Teilsaspekten die Rede ist, ohne dass ernstliche Auffassungsänderungen
(Diskontinuitäten) vorliegen würden. Zander sieht das herausragende
hermeneutische Problem in der Weigerung Steiners, inhaltliche Veränderungen
seiner Positionen zuzugeben (66). Ein besonders auffälliges Teilstück dieser
Verweigerungshaltung sei Steiners Behauptung eines völlig eigenständigen
Forschungsansatzes gegenüber den theosophischen Lehrinhalten (172, 225).
Vorsichtig schreibt Zander allerdings, nachweisbare Diskontinuitäten seien nicht
als »monokausale Deutungsvorgabe« gemeint. Steiner müsse in seiner »Courage«
ernstgenommen werden, eine bedeutende »Transformationsleistung» zu erbringen,
»um seinen goetheanischen Idealismus in die Theosophie einzubringen« (542). Mit
dieser freilich vereinzelt gebliebenen Bemerkung wäre Zander auf dem richtigen
Weg, brächte er schließlich nicht wieder seine Ablehnung der Möglichkeit
geistiger Anschauung in diesen Zusammenhang ein, was ihm dann ermöglicht,
Steiner als bloßen »Brikolage- und Transformationstechniker« zu bezeichnen
(684).
Die immer wieder gestellte Frage: Ist die Entwicklung Rudolf Steiners als
Philosoph und Geistesforscher kontinuierlich verlaufen oder gibt es eindeutig
nachweisbare Brüche? läßt sich auch anders formulieren: In welchem Sinne liegt
Kontinuität vor und in welchem Sinne Diskontinuität? Diese Frageveränderung
scheint Zander unzugänglich zu sein. Der vorgegebenen Entweder-Oder-Formulierung
wegen gerät ihm seine Betonung mehrerer Entwicklungsbrüche, ja einer
regelrechten »Konversion« Steiners zur Theosophie in die Nähe der Behauptung
moralisch anfechtbaren Verhaltens. Wenn auch historisch-kritisch der
autobiografische Rückblick nicht die unumstößliche Wahrheit darstellen muß, so
ist doch gegenüber sich widersprechenden Wortlauten auch die
Erinnerungswirklichkeit angemessen zu berücksichtigen. Wie andernorts
ausführlich dargestellt17, liegt der Kontinuitätsimpuls in der
Suche nach der Rechtfertigung der inneren Geistanschauung vor dem intuitiven
Denken, in der Darstellung von Inhalten dieser Geistanschauung in begrifflicher
Form und in der Entdeckung dieses Denkens selbst als Geistanschauung: »Im
intuitiv erlebten Denken ist der Mensch in eine geistige Welt auch als
Wahrnehmender versetzt.«18 Dem damit formulierten
Rechtfertigungsgedanken ist Rudolf Steiner bis zu seinem Tod treu geblieben.
Darin besteht auch die von Zander bezweifelte Originalität Steiners gegenüber
der Theosophie (Adyar). Es kommt eben vorrangig nicht auf ähnlich oder auch
gleichlautende Aussagen an, sondern auf die Art der Darstellung, welche eine
andere Art der Aufnahme unmittelbar erforderlich macht. Aus Zanders Buch ist
nicht zu entnehmen, dass er mit einer anderen Art der Rezeption als der Hinnahme
auf Autorität, nämlich der individuell-denkerischen Nachschöpfung überhaupt
gerechnet hat.
Rudolf
Steiners Christus-Auffassung
Der Weg eines modernen Menschen zu einer
persönlichen Christuserfahrung darf nicht als bequemer, sanft ansteigender Pfad
ohne Umwege und gefährliche Abgründe vorgestellt werden. Die Vorgeschichte der
Christusbegegnung, die Steiner in dem kurzen, aber aussageschweren XXVI. Kapitel
des »Lebensganges» beschreibt, ähnelt mehr der Bekehrung des Apostels Paulus als
der selbstgewissen Bahn eines geborenen Eingeweihten. Zander ist sich nicht
sicher. Er schreibt: Steiners Christologie »spielt wohl eine zentrale Rolle bei
der religiösen Vertiefung seiner zu Anfang idealistisch rezipierten Theosophie,
wurde dann zum Vehikel des innertheosophischen Machtkampfes ...« (6). An
späterer Stelle liegt das Hauptgewicht auf dem zweitgenannten Aspekt: Die »christologische
Thematik kam bei Steiner signifikanterweise erst in dem Augenblick zum
Durchbruch, als sich seine Selbständigkeitsbestrebungen mit den Interessen der
Führung in Adyar unter Annie Besant immer stärker kreuzten ...« Mit diesen
Überlegungen greift Zander die vor Jahren von Klaus von Stieglitz eingeführte
Rüge auf, Steiners christologische Aussagen seien stets »anlaßbezogen« (785).
Zander übernimmt damit von Stieglitz' Verdacht, Steiners Christologie sei
entweder anlaßgebunden frei assoziiert oder - schlimmer noch - echte
Christuserkenntnisse seien machtpolitisch instrumentalisiert worden (340).
Unterstellungen von dieser Massivität berühren die moralische Integrität des
Verdächtigten. Die einschränkende Bemerkung Zanders, Steiners »persönliche
Entwicklung wäre ... ein eigenes Kapitel und bleibt, da ich keine Biografie
schreibe, weitgehend ausgespart« (781), muß daher als untauglicher
Entlastungsversuch eingestuft werden. In der Auseinandersetzung mit der
theosophischen Führung habe Steiner »seine christologischen Vorstellungen immer
wieder umgeschrieben, ergänzt, abgeändert, Teile eliminiert, alles durchweg
stillschweigend, und er hat wesentliche Veränderungen geleugnet» (785). Jeder
verständige Leser von Steiners Evangelienzyklen und den zahlreichen weiteren
Vortragsstellen bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein wird
erkennen, dass es sich - so beeindruckend die Ausführungen im Einzelnen sein
mögen - stets nur um »Bausteine zur Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha«
(Titel von Vorträgen GA 175) handelt. Steiner war nicht christlicher Dogmatiker
- das waren Jakob Böhme und Angelus Silesius auch nicht - und mußte sich darauf
beschränken, seine Ergebnisse zu formulieren, mitzuteilen und auf eine spätere
Zusammenführung zu hoffen. Der Ausbau christologischer Lehren Steiners in
teilweise raschem Fortgang ist so eindeutig von inneren Vorgängen bestimmt, dass
selbst der Skeptiker Zander für das Jahr 1906 einräumt, es lägen »momentan keine
schlüssigen externen Motive für den Christologisierungsprozeß im Denken Steiners
vor« und fährt fort: »Man kommt meines Erachtens nicht ohne die Annahme aus,
dass Steiner >den Christus< - aus welchen Motiven auch immer - als eine innere
Erfahrung deutete« (796) - aufgrund dieser inneren Erfahrung, möchte man gerne
hinzufügen. Den Feierzustand des Erkennens, den Steiner in dem bereits erwähnten
XXVI. Kapitel seiner Autobiographie andeutet, sieht Zander als einen in den
Jahren 1903 und 1906 anhaltenden konversionsartigen Prozeß. Zanders Auffassung,
dass die Christologie durch Steiner in der vereinspolitischen und ideologischen
Auseinandersetzung mit Annie Besant in eine Reihe zweifelhafter Kompromisse
hineingezwungen wurde, ist nur mit erheblichen Einschränkungen diskutabel.
Steiners Bemerkung, die Anwesenheit Christi sei auch ohne die biblischen
Schriften (mystisch) erkennbar, ist keineswegs die »Rücknahme der Historisierung
des Christus aus strategischen Gründen« (819), sondern die klare Konsequenz aus
der Begegnung mit der Substanz des Christentums, d.h. mit dem Christus selbst.
Mehr und mehr schwankend in seiner Bewertung, hält Zander die ätherische
Wiederkunft Christi für eine Erfindung (812) und befindet ausgerechnet im
Zusammenhang mit den gut dokumentierten Vorträgen über das »Fünfte Evangelium«
von 1913 (GA 148), Steiner habe sich als »Geistergriffener« selbst inszeniert
(825), trotz der glaubwürdigen Berichte von Assja Tugenieff und Andrej Belyi.
Wie problematisch es ist, Steiner auf dogmatische theologische Lehrsätze
festlegen zu wollen, zeigt das Problem der sog. Selbsterlösung. Zander beharrt
im Gegensatz zu anderen theologischen Autoren darauf, dass Steiner im
Zusammenhang des Karma-Gedankens die Möglichkeit - mehr noch - den Zwang zur
Selbsterlösung gelehrt habe. Dem steht folgende eindeutige Aussage Steiners von
1911 gegenüber:
»Wenn der Mensch glaubt, dass er das höchste menschliche Ideal, wie es für die
Erdenentwicklung angemessen ist, erreichen kann auf einem bloßen inneren
Seelenwege, durch eine Art Selbsterlösung, dann ist eine Beziehung zu dem
objektiven Christus nicht möglich. Man könnte auch sagen: Sobald der
Erlösungsgedanke für den Menschen etwas ist, was sich auf psychologischem Wege
beantworten lässt, gibt es keine Beziehung zu dem Christus.«19
Dieses Beispiel zeigt mit Deutlichkeit, dass Widersprüche dieser und
vergleichbarer Art Gegenstände dialektischen (intuitiven) Denkens werden müssen,
weil andernfalls nur Ratlosigkeit oder bedauerliche Verdächtigungen entstehen
können. Die Wahrheit liegt im Beispielsfalle darin, dass die karmische
»Selbsterlösung« sich schließlich als Gnade des Christus erweist, während
umgekehrt die Erfahrung der rechtfertigenden Vergebung nicht ohne die
Empfangsbereitschaft des Menschen möglich ist. Im Kapitel Christologie (781 -
858) behandelt Zander noch weitere christologische und angrenzende Einzelfragen,
auf die hier nicht eingegangen werden kann. Noch im letzten Abschnitt des
Kapitels unter der Überschrift »Steiners Christologie zwischen
historisch-kritischer Forschung und übersinnlicher Erkenntnis« bleibt Zanders
eigene Position unklar. Nachdem Zander mehrfach Steiner der Unwahrhaftigkeit
geziehen hatte, vermerkt er, soweit Steiners »persönliche Spiritualität« berührt
sei, sei »Respekt vor Steiners forum internum« geboten. Als vorläufiges Ergebnis
bis hierher zeigt sich, dass die von Zander angewandten analytischen Methoden in
weiten Teilen nicht geeignet sind, die Spiritualität von Steiners Werk
angemessen zu erfassen. Dieses ist auf selbständige denkerische Aneignung hin
angelegt. Mit vorgeformten Arbeitsthesen können interessante Einzelergebnisse
zustande kommen, aber der Logos der Sache wird verfehlt. Der das ganze riesige
Werk Zanders kennzeichnende reduktive Ansatz ist philosophisch primitiv, er wird
dem philosophischen Gehalt der Anthroposophie nicht gerecht. Die determinierende
Behauptung, die Anthroposophie sei gegen den Historismus entstanden, verschließt
den Blick auf die Wahrheit der Geschichte. Zanders reduzierendes Verständnis des
Historismus ist ungenügend und überholt. Unwiderrufbar ist allerdings das
geschichtliche Bewußtsein, das die Historiker des 19. und beginnenden 20.
Jahrhunderts grundgelegt haben. Steiners Werk ist gegründet auf dieses
Bewußtsein und es dient damit der Gleichzeitigkeit (Kierkegaard) des Mysteriums
von Golgatha. In Zanders Buch ist ein ernsthafter, der modernen Hermeneutik
gerecht werdender Versuch des philosophischen Verstehens nicht zu erkennen,
nicht in der Anthropologie und nicht in der Kosmologie, die Zander nur vorgibt
zu überblicken. Sollte Helmut Zander kein Freund der Weisheit sein? Dieses
kritische Ergebnis relativiert sich im Hinblick auf den Stand der Rezeption von
Steiners Werk in der Anthroposophischen Gesellschaft. Was in der Betrachtung von
Zanders Arbeit noch zu ergänzen ist und inwiefern Zander der Anthroposophischen
Gesellschaft einen Dienst erwiesen hat, soll in einem zweiten Teil der
Betrachtung vorgebracht werden.20 -
Fortsetzung in Heft 12/07
* Helmut Zander:
Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und
gesellschaftliche Praxis 1888-1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, 2.
Bde., 1884 Seiten, 246 EUR.
1 Im Interesse leichteren Auffindens werden bei wichtigen
Aussagen Zanders die Seitenzahlen in Klammern angegeben.
2 Rudolf Steiner: Mein Lebensgang (GA 28), Kap XXIII, XXIV.
3 Rudolf Steiner: Mein Lebensgang (GA 28) Kap. XXX.
4 Rudolf Steiner: Mein Lebensgang (GA 28), Kap. XXXIII.
5 Rudolf Steiner: Vortrag vom 4.6.1909 in GA 109.
6 Hierzu neuerdings: Jörg Ewertowski: Die Entdeckung der
Bewusstseinsseele, Stuttgart 2007.
7 Vgl. hierzu Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriß
(GA 13), Aufl. 1962, S. 78.
8 Er behauptet, diese Begriffe »evozieren eine Art
kartographischer Realität und rekkurieren auf Jenseitskonzepte nicht genau
identifizierbarer Quellen« (574).
9 Vgl. hierzu Rudolf Steiner: Theosophie. Die Textentwicklung in
den Auflagen 1904 - 1922, hg. von Daniel Hartmann, Dornach 2005.
10 Zitiert nach Karl-Georg Faber: Theorie der
Geschichtswissenschaft, München 21972.
11 Rudolf Steiner: Wahrheit und Wissenschaft (GA 2), Vorrede.
12 Rudolf Steiner: Von Jesus zu Christus (GA 131), 10. Vortrag,
S. 214.
13 Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren
Welten? (GA 10), Vorrede zur 3. Auflage.
14 Rudolf Steiner: Die Philosophie der Freiheit (GA 4), Kap.
VIII, Zusatz 1918, letztes Kap. 1. und 2., Zusatz 1918.
15 Vgl. für die katholische Theologie Joseph Rat-zinger
(Hrsg.): Schriftauslegung im Widerstreit, Freiburg i. B. u.a. 1989.
16 Vgl. Lorenzo Ravagli und Günter Röschert: Kontinuität und
Wandel, Stuttgart 2003. In diesem Band haben die Autoren versucht, die
Kontinuitätsfaktoren gegen erkennbare Diskontinuitäten abzuwägen.
17 Fußnote 16
18 Rudolf Steiner: Die Philosophie der Freiheit ( GA 4) 1918,
2. Zusatz zum letzten Kapitel.
19 Rudolf Steiner: Von Jesus zu Christus (GA 131), Vortrag vom
13.10.1911, S. 196.
20 Am Rande sei noch an die Adresse des Verlags die erstaunlich
hohe Zahl von Druckfehlern vermerkt, in einigen Abschnitten fast auf jeder Seite
mit einem absurden Höhepunkt auf Seite 494.
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