Die Drei 05 / 2004

 

Editorial

 

 

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

natürlich planen wir unsere Hefte mehr oder weniger weit im voraus, regen Autoren zu Artikeln über  bestimmte Themen an, entwickeln im Gespräch neue Ideen und komponieren auch mit dem, was uns einfach so erreicht. Doch manchmal spielt auch der Zufall eine produktive Rolle: Im Oktober vergangenen Jahres rief uns eines Tages der bekannte Münchener Kulturjournalist Adelbert Reif an: Er war durch das schöne Interview mit der Dostojewskij-Übersetzerin Swetlana Geier »Das klebrige Blättchen einer jungen Birke« im Oktoberheft auf die Drei – wieder – aufmerksam geworden. Bereits vor rund dreißig Jahren bestand schon einmal ein Kontakt mit dem damaligen Redakteur Hermann Schütz, zu einer konkreten Zusammenarbeit kam es damals jedoch nicht. Und nun bot uns Herr Reif ein Interview an, das er mit einem ebenfalls prominenten Übersetzer aus dem Russischen geführt hatte, mit Fritz Mierau. Er würde am 15. Mai 2004 seinen 70. Geburtstag feiern, hätte Andrej Belyj und andere für Anthroposophen interessante Autoren übersetzt: Ob wir nicht daran Interesse hätten? Wir hatten es, und es stellte sich heraus – jeder Leser dieses Heftes kann sich davon überzeugen–, dass das Interview außerordentlich gut und interessant war! Diesmal klappte es auf Anhieb mit der Zusammenarbeit, wie bereits die spannenden Gespräche mit Ralph Dutli (Januar)und Galsan Tschinag (Februar) zeigen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits den noch unübersetzten Artikel von Elizabeth Carmack »Solovyov's Vision of World Brotherhood« vorliegen. Und so entstand bei uns die Idee für ein »kleines« Themenheft über Russland. Auf Grund bestehender Kontakte war es nicht schwer, weiteres zu organisieren. Wie sich die Artikel gegenseitig ergänzen, durchaus auch im Sinne einer produktiven Spannung, haben wir versucht, auf den Seiten 4 und 5 etwas herauszuarbeiten.

Das »große« Themenheft kommt ja erst im Spätsommer, Anfang September, als Doppelheft. Wir verraten Ihnen hier schon den Arbeitstitel: »Salutogenese: Schwinden uns die Lebenskräfte? Wege aus der Erschöpfung – Gesundheit aus dem Ich«.

 

Ihr Stephan Stockmar