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Die Drei 4 / 2002
Buchbesprechung
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Agrarwende jetzt
Franz Alt: Agrarwende jetzt. Gesunde Lebensmittel für alle. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2001. 186 Seiten, 8 EUR.
In dem Buch »Agrarwende jetzt. Gesunde Lebensmittel für alle« schreibt Franz Alt, der bekannte, christlich orientierte Fernsehmoderator und Bestsellerautor, über die Vorteile einer ökologischen Landwirtschaft. Das Buch kontrastiert zahlreiche Skandale und »Mythen« der herkömmlichen Landwirtschaft mit den Vorteilen des ökologischen Anbaus. Die ökologische Landwirtschaft sieht er als zukunftsweisend an, da der Umwelt eine andere Einstellung entgegengebracht werde als in der konventionellen Landwirtschaft: Hier wird versucht, im Einklang mit der Natur zu arbeiten und diese zu pflegen, dort wird so viel wie möglich aus der Natur herausgepresst. Der biologisch-dynamische Anbau ist für Alt die konsequenteste Form der ökologischen Landwirtschaft, da sie auch die kosmischen Kräfte in ihre Arbeit einbeziehe. Mit der Einstellung der Natur gegenüber ändere sich auch das Berufsbild: In Österreich hat sich das Image der Ökobauern seit einigen Jahren deutlich zum Positiven hin verändert, was sich nicht zuletzt auch darin niederschlägt, dass sie als Ehemänner wieder eher in Betracht kommen. Alt schildert desweiteren die besondere Vielfalt der Tätigkeiten, die durch die Kombination unterschiedlichster Arbeitsbereiche auf einem Hof entstehen können. Seines Erachtens dürfte diese Vielfalt besonders die Jüngeren anziehen, da sie deren Bedürfnissen nach neuen Wegen »idealtypisch« entgegenkomme.
Inwieweit dies eine Resonanz auf das Buch »BSE. Hat der Wahn einen Sinn?« von Nikolai Fuchs und Christian Hiá1 ist, lässt sich schwer sagen, da Alt keine Literaturangaben im Text macht. Das Buch wird jedoch in der Literaturliste am Schluss aufgeführt, offenbar als einziges zum biologisch-dynamischen Landbau. Die Parallelen zu Fuchs und Hiá sind nicht zu übersehen. Nicola Hartmann
1 Nikolai Fuchs/ Christian Hiß: BSE. Hat der Wahn einen Sinn? Ideen für die Wende. Mit einem Essay von Karl-Martin Dietz, Schriftenreihe forum zeitfragen, Heidelberg 2001.