Die Drei 4/2010

 

Inhaltsverzeichnis

Startseite

 

Heft bestellen

 

Editorial

Brennpunkt

Missbrauch - Manipulation des werdenden Ich
Mathias Wais

Social Banking
Harald Weil

 

 _______________________________

Die Cholera und das Dionysische in »Der Tod in Venedig« von Thomas Mann
Claudia Törpel

Der Doppelgänger und die Scham
Jean Valjean - ein »Elender« an der Schwelle
Ruth Ewertowski

Menschlichkeit, Geist, Musik
»Les Miserables« als modernes Musiktheater
Aus einem Interview mit David Shannon
Von Birgit Benedikter unter Mitarbeit von Katja Grai
..

Reproduktion und Nahrhaftigkeit
Ein entscheidender Beitrag Rudolf Steiners zum Verständnis des Evolutionsgeschehens
Andreas Suchantke

Vom Schachtsumpf zur »Himmelstreppe«
Das Ruhrgebiet. Ein Land des Wandels, Teil III
Joachim von Königslöw

Duineser Elegien: Die dritte Elegie
Rainer Maria Rilke

Der Seinsgrund der Innenwelt
Rilkes Duineser Elegien: Die dritte Elegie
Ute Hallaschka

 

Feuilleton

Versuch mit dem Jenseits
Zum Kinofilm »In meinem Himmel« von Peter Jackson
 Ruth Ewertowski

Vergessenes Wort - Gebrochenes Licht
Zum Werk von Gerard Manley Hopkins
Ute Hallaschka

Oscar Niemeyer - »Das Leben ist ein Hauch«
Der Film über den wegweisenden brasilianischen Architekten - Gedanken eines deutschen Kinobesuchers
Peter Götz

 

 

Buchbesprechungen

Ekkehard Meffert: Die Zisterzienser und Bernhard von Clairvaux (Christiaan Struelens) • Judith Hermann: Alice (Karin Haferland) • Walter Kappacher: Der Fliegenpalast (Maja Rehbein) • Zülfü Livaneli: Glückseligkeit; Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld [Helge Mücke) • Gennadij Ajgi: Immer anders auf die Erde (Volker Strebel) • Martin Barkhoff: Sonnensprache und Deutungsvorschläge zur Sonnensprache (Brigitte Espenlaub) Läzlö F. Földenyi: Schicksallosigkeit. Ein Imre-Kertesz-Wörterbuch (Stefan Weishaupt) • Bartholomäus von Carneri: Entwicklung und Glückseligkeit. Ethische Essays (Renatas Ziegler) • Beate Regina Suchla: Dionysius Areopagita. Leben-Werk-Wirkung (Günter Röschert)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade dort geht es um eine Wende, um eine geistige Auferstehung, wo der notwendige Winter des Materialismus am tiefsten eingegriffen hat in die Erdenverhältnisse. Überträgt man das auf die Bauten und Denkmale der Ruhrindustrie, könnte man sagen: diesen Winterkräften, diesem Dunkel, diesen Tiefen will man nun die Hinterlassenschaften der Schwerindustrie entreißen und sie zu Gefäßen einer lichteren Kultur machen.
Joachim v. Königslöw

 


 

 

 

Wer nicht blind befangen ist, der wird im Menschenantlitz dasjenige sehen, was hier beschrieben ist: Individualität. Einzigartigkeit. Es gibt ihn nur einmal diesen Menschen, so wie er ist. Jedes der Milliarden Iche kommt nur ein einziges Mal vor. Woher in aller Welt sollte die Einmaligkeit eines jeden stammen?
 Ute Hallaschka


 

 

 

Unterstellt man Thomas Mann, dass er als Künstler gewisse Ahnungen hatte im Hinblick auf die geistigen Krankheitszusammenhänge, und unterstellt man ihm fernerhin eine Ahnung von den alten Mysterien, dann erscheint seine »Todessehnsucht«, die so oft bemüht wird, um sein Werk zu interpretieren, in einem anderen Licht. Nicht Sehnsucht nach dem Tod, dem Sterben an sich bestimmt seine Schriftstelle-rei, sondern die Sehnsucht nach der verwandelnden Kraft des Todes im Sinne eines »Stirb und Werde«.
Claudia Törpel

 

 

 

Titelbild:
Dionysos und ein Satyr auf dem Innenbild der Schale des Makron (um 480 v. Chr.)