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Editorial
Brennpunkt
Missbrauch - Manipulation des
werdenden Ich
Mathias Wais
Social Banking
Harald Weil
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Die Cholera und das
Dionysische in »Der Tod in Venedig« von Thomas Mann
Claudia Törpel
Der Doppelgänger und die Scham
Jean
Valjean - ein »Elender« an der Schwelle
Ruth Ewertowski
Menschlichkeit, Geist, Musik
»Les Miserables« als modernes Musiktheater
Aus einem Interview mit David Shannon
Von Birgit Benedikter unter Mitarbeit von Katja Grai ..
Reproduktion und Nahrhaftigkeit
Ein entscheidender Beitrag Rudolf Steiners zum Verständnis des
Evolutionsgeschehens
Andreas Suchantke
Vom Schachtsumpf zur »Himmelstreppe«
Das Ruhrgebiet. Ein Land des Wandels, Teil III
Joachim von Königslöw
Duineser Elegien: Die dritte Elegie
Rainer Maria Rilke
Der Seinsgrund der Innenwelt
Rilkes Duineser Elegien: Die dritte Elegie
Ute Hallaschka
Feuilleton
Versuch mit dem Jenseits
Zum Kinofilm »In meinem
Himmel« von Peter Jackson
Ruth Ewertowski
Vergessenes Wort - Gebrochenes Licht
Zum Werk von Gerard Manley Hopkins
Ute Hallaschka
Oscar Niemeyer - »Das Leben ist ein Hauch«
Der Film über den wegweisenden brasilianischen Architekten -
Gedanken eines deutschen Kinobesuchers
Peter Götz
Buchbesprechungen
Ekkehard Meffert: Die
Zisterzienser und Bernhard von Clairvaux (Christiaan Struelens)
• Judith Hermann: Alice (Karin Haferland) • Walter
Kappacher: Der Fliegenpalast (Maja Rehbein) • Zülfü
Livaneli: Glückseligkeit; Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld
[Helge Mücke) • Gennadij Ajgi: Immer anders auf die Erde
(Volker Strebel) • Martin Barkhoff: Sonnensprache und
Deutungsvorschläge zur Sonnensprache (Brigitte Espenlaub)
Läzlö F. Földenyi: Schicksallosigkeit. Ein Imre-Kertesz-Wörterbuch
(Stefan Weishaupt) • Bartholomäus von Carneri: Entwicklung
und Glückseligkeit. Ethische Essays (Renatas Ziegler) • Beate
Regina Suchla: Dionysius Areopagita. Leben-Werk-Wirkung
(Günter Röschert)
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Gerade dort geht es um eine
Wende, um eine geistige Auferstehung, wo der notwendige Winter des
Materialismus am tiefsten eingegriffen hat in die Erdenverhältnisse.
Überträgt man das auf die Bauten und Denkmale der Ruhrindustrie, könnte man
sagen: diesen Winterkräften, diesem Dunkel, diesen Tiefen will man nun die
Hinterlassenschaften der Schwerindustrie entreißen und sie zu Gefäßen einer
lichteren Kultur machen.
Joachim v. Königslöw
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Wer nicht blind befangen ist, der wird im
Menschenantlitz dasjenige sehen, was hier beschrieben ist:
Individualität. Einzigartigkeit. Es gibt ihn nur einmal diesen
Menschen, so wie er ist. Jedes der Milliarden Iche kommt nur ein
einziges Mal vor. Woher in aller Welt sollte die Einmaligkeit
eines jeden stammen?
Ute Hallaschka
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Unterstellt man
Thomas Mann, dass er als Künstler gewisse
Ahnungen hatte im Hinblick auf die geistigen
Krankheitszusammenhänge, und unterstellt man ihm
fernerhin eine Ahnung von den alten Mysterien,
dann erscheint seine »Todessehnsucht«, die so
oft bemüht wird, um sein Werk zu interpretieren,
in einem anderen Licht. Nicht Sehnsucht nach dem
Tod, dem Sterben an sich bestimmt seine
Schriftstelle-rei, sondern die Sehnsucht nach
der verwandelnden Kraft des Todes im Sinne eines
»Stirb und Werde«.
Claudia Törpel
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Titelbild:
Dionysos und ein Satyr auf dem Innenbild der Schale des
Makron (um 480 v. Chr.)
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